Prag ist eine der schönsten Städte Europas – doch genau das zieht auch jede Menge Touristenfallen an. Besonders beim Bezahlen lauern oft unangenehme Überraschungen: versteckte Gebühren, schlechte Wechselkurse und fiese Service-Tricks. Wer unvorbereitet ist, zahlt schnell mehr als nötig. In diesem Artikel zeigen wir, welche Abzockfallen du in Prag beim Bezahlen kennen solltest – und wie du dich schützt.
Warum Prag für Touristen zur Kostenfalle werden kann
Die Prager Altstadt lebt vom Tourismus. Leider haben das auch findige Geschäftemacher erkannt, die versuchen, aus Unwissenheit Kapital zu schlagen. Das fängt bei überteuerten Wechselkursen an und endet bei Restaurant-Rechnungen, die plötzlich Zusatzpositionen enthalten. Viele Touristen wissen einfach nicht, welche Preise fair sind und wann sie betrogen werden.
Doch keine Sorge: Mit dem richtigen Wissen vermeidest du diese Fallen und zahlst nur das, was wirklich gerechtfertigt ist.
Restaurant-Fallen: Aufpassen bei Preisen & Trinkgeld
Trick 1: Extrarechnungen für Brot & Wasser
In vielen Restaurants in der Altstadt wirst du ungefragt mit Brot, Butter oder kleinen Vorspeisen begrüßt. Was nett wirkt, taucht später als Zusatzposten auf der Rechnung auf – oft mit stolzen Preisen von 50–100 CZK.
Tipp: Frage beim Servieren direkt nach, ob die Vorspeisen kostenlos sind.
Trick 2: Trinkgeld „inklusive“ berechnen
In manchen Lokalen wird automatisch eine Servicegebühr (10–15 %) zur Rechnung addiert – manchmal auch ohne Hinweis. Da viele Touristen das nicht bemerken, geben sie zusätzlich noch Trinkgeld, zahlen also doppelt.
Tipp: Prüfe die Rechnung genau. Ist ein „Service Charge“ bereits aufgeführt, ist kein zusätzliches Trinkgeld nötig.
Menükarten ohne Preise
Vor allem bei Getränke- und Weinkarten in Touristen-Restaurants fehlt gelegentlich die Preisangabe – und am Ende staunen Gäste über einen teuren Hauswein.
Tipp: Bestelle nur, wenn der Preis klar ausgewiesen ist oder frage aktiv nach.
Wechselstuben-Abzocke in der Altstadt
Die berühmte Falle für Prag-Neulinge: Wechselstuben mit riesigen „0 % Kommission“-Schildern, die mit miserablen Kursen arbeiten. Manch einer hat für 100 € gerade einmal umgerechnet 60 € in Kronen bekommen.
Tipp:
- Meide Wechselstuben in der Altstadt, besonders rund um den Wenzelsplatz.
- Nutze nur seriöse Anbieter wie Exchange.cz (Kaprova Straße) oder zahle direkt per Karte.
- Nie auf den „Ankaufskurs“ hereinfallen – es zählt, was du beim Verkauf bekommst!
Touristenabzocke bei Taxis – So schützt du dich
Auch wenn Prag eine funktionierende Taxi-Infrastruktur hat, geraten Touristen immer wieder an Fahrer, die überhöhte Pauschalpreise verlangen oder unnötige Umwege fahren.
Typische Tricks:
- Kein Taxameter: Der Fahrer gibt einen Fantasiepreis an.
- Falsche Wechselkurse bei Barzahlung in Euro.
- Fahrten von touristischen Plätzen wie der Karlsbrücke oder dem Bahnhof zu absurd hohen Preisen.
Tipp:
- Nutze Bolt oder Uber, dort siehst du den Fahrpreis im Voraus.
- Bestehe bei normalen Taxis auf Taxameter-Betrieb.
- Bezahle in CZK, nicht in Euro.
Sicher bezahlen in Prag – Unsere Checkliste für dich
✅ Rechnung immer prüfen (Servicegebühr? Extra-Posten?)
✅ In Restaurants vor Bestellung nach Preisen fragen, wenn unklar
✅ Geld nur bei seriösen Wechselstuben tauschen oder am Bankautomaten abheben
✅ Taxifahrten über Apps buchen oder auf Taxameter bestehen
✅ Bei Kartenzahlung auf DCC-Falle achten („in CZK zahlen“ auswählen)
Mit diesen simplen Regeln umgehst du die gängigen Touristenfallen beim Bezahlen und erlebst Prag stressfrei.
Persönliche Perspektive: Ich wurde auch schon abgezockt – aber nur einmal!
Ich erinnere mich an meinen ersten Besuch in Prag: Ich zahlte 8 € für einen Kaffee und ein Wasser in einem Café direkt an der Karlsbrücke – ohne es zu merken. Erst später wurde mir klar: Ich bin in eine klassische „Touristenmenü-Falle“ getappt. Heute weiß ich es besser: Ein kurzer Blick in die Karte, ein nettes Nachfragen – und schon passiert das nicht mehr. Es geht nicht darum, misstrauisch zu sein, sondern einfach aufmerksam.
Fazit: Mit etwas Vorsicht zahlt es sich für dich aus
Prag ist keine Stadt der Betrüger – aber eine Stadt, in der Touristen schnell in unnötige Kostenfallen geraten, wenn sie unvorbereitet sind. Wer aufmerksam ist, Preise hinterfragt und mit offenen Augen unterwegs ist, wird Prag genießen, ohne sich über Abzocke zu ärgern. Und im Zweifel gilt: Ein freundliches „Wie viel kostet das?“ kann wahre Wunder wirken.
Fragen & Antworten
Welche Abzockfallen gibt es in Prager Restaurants?
Zusatzkosten für Brot & Wasser, versteckte Servicegebühren, Menükarten ohne Preise.
Wie erkenne ich eine seriöse Wechselstube in Prag?
Transparente Kursanzeige, keine versteckten Gebühren. Empfehlung: Exchange.cz.
Wie umgehe ich teure Taxifahrten?
Nutze Bolt oder Uber. Bei Taxis auf Taxameter bestehen und Preise vorher klären.
Wie kann ich mich vor Kartenzahlungsfallen schützen?
DCC-Falle meiden: Immer in CZK bezahlen, nicht in Euro.
Sind Trinkgeld-Abzocken in Prag häufig?
Manchmal wird ein „Service Charge“ aufgeschlagen, ohne dass es klar kommuniziert wird. Rechnung prüfen!









