Kann man in Tschechien in Prag mit Euro zahlen? Währung und richtig Geld wechseln?

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Prag gehört zu den beliebtesten Reisezielen Mitteleuropas. Millionen Besucher aus aller Welt schlendern jedes Jahr über die Karlsbrücke, erkunden die Altstadt oder genießen ein Bier in einer urigen Kneipe. Doch spätestens beim ersten Restaurantbesuch oder in der Straßenbahn stellt sich die Frage: Wie bezahle ich eigentlich in Prag am besten? Reicht der Euro, oder sollte man lieber tschechische Kronen dabeihaben?

Die Tschechische Republik gehört seit 2004 zur Europäischen Union. Offizielle Währung ist seit 1993 die Tschechische Krone. Wann der Euro kommt, ist Medienberichten zufolge unklar. Wir geben einen Überblick über die gängigen Zahlungsmittel in Prag und Tipps zum Geldwechsel.

Zusammengefasst:

Kann man in Prag mit Euro zahlen?

In vielen Touristengebieten rund um die Altstadt, die Karlsbrücke oder am Wenzelsplatz kannst Du mit Euro bezahlen. Doch das klingt besser, als es in der Realität ist.

  • Rückgeld gibt es fast immer in Kronen – und zwar nicht selten mit einem unvorteilhaften Wechselkurs.
  • Der Kurs entspricht selten dem offiziellen Tageskurs – Händler rechnen oft zu ihren eigenen Bedingungen ab.
  • Abseits der Touristenpfade wird der Euro kaum akzeptiert.

Mein Tipp: Verwende den Euro in Prag nur im Notfall. Wer clever ist, sorgt rechtzeitig für Kronen – entweder durch Umtausch in der Bank oder durch Abheben am Geldautomaten.

  • Das Zahlungsmittel in Tschechien ist die Tschechische Krone (Kč/CZK). Touristisch geprägte Regionen akzeptieren zusätzlich den Euro.
  • Die häufigste Zahlungsmethode in Prag ist die Kreditkarte oder das Bezahlen mit Handy
  • Touristen suchen zum Wechseln von Euro in Tschechische Kronen Wechselstuben oder Banken auf. Basis ist der aktuelle Wechselkurs.
  • Optional heben Reisende Geld an den Geldautomaten ab oder sie zahlen mit Kreditkarte. Geldinstitute verlangen dafür hohe Gebühren, weshalb es sich empfiehlt, die Konditionen zu prüfen.

Welche Währung wird in Prag verwendet und wo kann ich Geld wechseln?

Erhältlich sind Tschechische Kronen (CZK/ Kč) in Form von Scheinen und Münzen. Geldscheine haben einen Nominalwert von100, 200, 500, 1.000, 2.000 und 5.000 CZK. Hinzu kommen Münzen mit einem Wert von 1, 2, 5, 10, 20 und 50 CZK.

Euro in Tschechische Kronen umrechnen

Den aktuellen Wechselkurs Euro – Tschechische Krone finden Reisende auf der Website von Finanzen.net oder indem sie bei Google „EUR in CZK“ oder „Euro in Tschechische Kronen“ eingeben. Der angezeigte Rechner erleichtert das Umrechnen der Währung. Am 7.11.2023 lag der tagesaktuelle Wechselkurs 24,6270. Ein 1 € entspricht damit umgerechnet etwa 24,63 Tschechische Kronen.

Kann man in Prag mit Euro zahlen?

In den Touristengebieten wird der Euro teils als Zahlungsmittel akzeptiert. Als Rückgeld erhalten Käufer Tschechische Kronen. Allerdings dürfen Reisende nicht erwarten, dass die Abrechnung zum aktuellen Wechselkurs erfolgt. Daher ist es ratsam, in den Wechselstuben Geld zu wechseln, Scheine am Bankautomaten abzuheben oder nach Möglichkeit mit Kreditkarte zu bezahlen.

Wo wechseln Reisende Geld?

In Praha gibt es zahlreiche Wechselstuben, die Euro in Tschechische Kronen wechseln. Reisende finden diese am Flughafen, im Stadtzentrum sowie an wichtigen Bahn- und Busbahnhöfen. Hinweis: Für Touristen ist es ratsam, Geld ausschließlich in der Bank zu wechseln. Erscheint der schnelle Umtausch auf der Straße auch verlockend, birgt er dennoch die Gefahr, Falschgeld zu erhalten.

Fallen für den Geldwechsel Gebühren an?

Den Mitarbeitern in den Wechselstuben ist es untersagt, für den Geldwechsel Gebühren zu verlangen. Ihre Kommission ist bereits im angebotenen Wechselkurs enthalten. Um einen fairen Zinssatz zu erhalten, sollten Reisende vorab den aktuellen Kurs bei der Tschechischen Nationalbank überprüfen oder bei Google abfragen.

Was tun bei einer unvorteilhaften Transaktion?

Haben Reisende in einer Wechselstube ein unvorteilhaftes Angebot angenommen, haben sie drei Stunden Zeit, um von der Wechseloperation zurückzutreten. Betroffene haben das Recht, die Transaktion zu stornieren und ihr Geld zurückzuverlangen.

Die Mitarbeiter der Wechselstube sind in dem Fall angewiesen, Beträge bis zu 1.000 € zurückzuwechseln. Einzige Bedingung ist die Vorlage der Quittung. Auf dieser ist die Uhrzeit der Transaktion vermerkt. Daher sollten Nutzer des Service den Beleg unbedingt aufheben.

Bargeld am Bankautomaten ziehen

Einfach kommen Reisende an Tschechische Kronen, indem sie mit ihrer Kreditkarte oder Debitkarte Geld an einem Bankautomaten abheben. Diese befinden sich in Banken, in Einkaufszentren und in den Metrostationen der Prager Innenstadt. Die meisten Automaten akzeptieren Karten mit dem Logo von Visa, Mastercard, Maestro und Cirrus.

Vorab sollten sich Karteninhaber jedoch über mögliche Gebühren bei ihrer Bank informieren. Überwiegend arbeiten Geldinstitute mit Partnerbanken im Ausland zusammen. Bei diesen ist das Abheben gebührenfrei. Bei anderen Geldinstituten fallen Umrechnungsgebühren und Fremdgebühren des Automatenbetreibers an. Letztere zeigt der Betreiber vor der abschließenden Bestätigung der Auszahlung noch einmal an. Unser Tipp: An Automaten mit der Aufschrift „Free cash withdrawals“ ist das Abheben von Bargeld kostenlos.

Gut zu wissen: Fragt der Automat bei der Abbuchung, ob die Belastung des Kontos in Euro oder in der lokalen Währung erfolgen soll, raten wir zur Tschechischen Krone. Erfolgt die Buchung in Euro, verwendet der Automatenbetreiber oftmals einen schlechten Wechselkurs.

Bargeldlos in Prag bezahlen

Die häufigste Zahlungsmethode in Prag ist die Zahlung mit Kreditkarte . Die meisten Hotels, Geschäfte und Restaurants akzeptieren Visa und Mastercard. American Express ist weniger verbreitet. In vielen kleinen Geschäften oder an Kiosken ist die Zahlung ausschließlich mit Bargeld möglich.

Zahlung mit dem Handy in Prag

Die Zahlung mit dem Handy, auch als Mobile Payment oder Mobile Wallet bezeichnet, ist eine bequeme und zunehmend beliebte Methode, um Einkäufe und Transaktionen abzuwickeln. Hier sind die Grundlagen, wie das funktioniert, sowie Vor- und Nachteile:

  1. Mobile Wallet-App: Du benötigst eine Mobile Wallet-App auf deinem Smartphone. Beispiele sind Apple Pay, Google Pay, Samsung Pay und verschiedene Banken-Apps.
  2. Karten hinzufügen: Du fügst deine Kredit- oder Debitkarteninformationen sicher in die App ein.
  3. Zahlung durchführen: An unterstützten Kassen, Online-Shops oder Geldautomaten wählst du die Option „Mobile Zahlung“ und hältst dein Smartphone an das Bezahlterminal oder folgst den Anweisungen in der App für Online-Zahlungen.
  4. Bestätigung: Du bestätigst die Zahlung entweder durch Fingerabdruck, Gesichtserkennung, PIN oder eine andere Sicherheitsmethode.
  5. Transaktion abgeschlossen: Die Zahlung wird abgeschlossen, und du erhältst eine Quittung oder Bestätigung.

Vorteile der Zahlung mit dem Handy:

  1. Bequemlichkeit: Du benötigst nur dein Smartphone, um Zahlungen zu tätigen, ohne physische Karten oder Bargeld mitzuführen.
  2. Schnelligkeit: Mobile Zahlungen sind oft schneller als das Auswählen, Einstecken und Unterschreiben mit physischen Karten.
  3. Sicherheit: Die meisten Mobile Wallets bieten hohe Sicherheitsstandards, einschließlich biometrischer Authentifizierung (z.B., Fingerabdruck oder Gesichtserkennung) und Tokenisierung, um deine Kartendaten zu schützen.
  4. Verfolgung: Du kannst leicht Transaktionen verfolgen und deine Ausgaben in der App überwachen.
  5. Vielseitigkeit: Du kannst Mobile Payment in physischen Geschäften, Online-Shops und sogar für Peer-to-Peer-Zahlungen verwenden.

Nachteile der Zahlung mit dem Handy:

  1. Kompatibilität: Nicht alle Geschäfte oder Geldautomaten unterstützen Mobile Payment, sodass du möglicherweise immer noch physische Karten benötigst.
  2. Abhängigkeit von der Technologie: Wenn dein Smartphone ausfällt oder der Akku leer ist, kannst du keine Mobile Zahlungen tätigen.
  3. Datenschutzbedenken: Einige Nutzer sorgen sich um Datenschutzfragen und die Sammlung von Transaktionsdaten durch Mobile Wallet-Anbieter.
  4. Internetverbindung: Du benötigst eine aktive Internetverbindung, um Online-Zahlungen durchzuführen.
  5. Gebühren: Einige Mobile Wallets erheben Gebühren für bestimmte Transaktionen, obwohl dies von Anbieter zu Anbieter variiert.

Insgesamt bietet die Zahlung mit dem Handy bei einer Prag Reise viele Vorteile in Bezug auf Bequemlichkeit und Sicherheit, aber es ist wichtig, die Kompatibilität zu prüfen und Datenschutzaspekte im Auge zu behalten. Es ist eine praktische Option, die die Art und Weise, wie wir bezahlen, transformiert.

Geld wechseln in Prag – was Du wissen musst

Wechselstuben („Směnárna“) gibt es in Prag sprichwörtlich an jeder Ecke: am Flughafen, in Bahnhöfen oder direkt im Stadtzentrum. Doch nicht alle arbeiten transparent.

  • Am sichersten ist der Umtausch in einer Bank.
  • Auf der Straße niemals Geld tauschen – dort droht Falschgeld.
  • Keine zusätzlichen Gebühren: In Tschechien ist es gesetzlich verboten, dass Wechselstuben eine extra Kommission erheben.

Beachte: Die Marge steckt im Wechselkurs. Schau deshalb vorab bei der Tschechischen Nationalbank (ČNB) nach dem aktuellen Kurs oder prüfe ihn bei Google.


Was tun bei einem schlechten Kurs?

Nehmen wir an, Du hast Dich zu einem unvorteilhaften Angebot überreden lassen. Kein Grund, das Geld abzuschreiben!

  • Du hast drei Stunden Zeit, die Transaktion rückgängig zu machen.
  • Voraussetzung: Quittung vorzeigen. Auf ihr ist Uhrzeit und Betrag vermerkt.
  • Das gilt bis zu einem Betrag von 1.000 Euro.

Mein Rat: Bewahre jeden Beleg aus der Wechselstube unbedingt auf, um im Zweifel Dein Recht geltend machen zu können.


Bargeld am Bankautomaten ziehen

Die einfachste Lösung ist oft der Gang zum Bankautomaten (ATM). Sie stehen an fast jeder Straßenecke, in Metrostationen und Einkaufszentren.

  • Akzeptiert werden Visa, Mastercard, Maestro und Cirrus.
  • Vorher unbedingt die Gebührenpolitik Deiner Hausbank checken. Viele Banken arbeiten mit Partnerbanken zusammen, sodass das Abheben kostenlos ist.
  • Ansonsten können Umrechnungsgebühren und Automatengebühren anfallen.

Tipp: Achte auf Automaten mit der Aufschrift „Free cash withdrawals“ – dort entstehen keine Zusatzkosten.

Ein wichtiger Punkt: Wenn Dich der Automat fragt, ob die Abbuchung in Euro oder in Kronen erfolgen soll – immer Kronen wählen. Sonst nutzt der Betreiber einen schlechten Umrechnungskurs.


Bargeldlos in Prag bezahlen

Die meisten Restaurants, Hotels und Geschäfte akzeptieren Kreditkarte oder Debitkarte. Visa und Mastercard sind Standard, American Express dagegen weniger verbreitet. In kleineren Cafés, Kiosken oder bei Straßenhändlern gilt aber oft noch: Nur Bargeld.


Mobile Payment in Prag

Immer mehr Tschechen und Touristen bezahlen mit dem Smartphone. Ob Apple Pay, Google Pay oder Samsung Pay – in Prag funktioniert das an vielen Kassen genauso reibungslos wie in Deutschland.

Vorteile:

  • Du brauchst nur Dein Handy, kein Bargeld.
  • Schnell und sicher durch Fingerabdruck oder Gesichtserkennung.
  • Du hast Deine Ausgaben in der App immer im Blick.

Nachteile:

  • Nicht jeder kleine Laden unterstützt Mobile Payment.
  • Ohne Akku oder Internet funktioniert es nicht.
  • Manche Nutzer haben Datenschutzbedenken.

Fazit: Für größere Ausgaben wie Restaurantrechnungen oder Tickets ist Mobile Payment in Prag eine echte Erleichterung. Bargeld solltest Du aber trotzdem dabeihaben.


Fallbeispiel 1: Die Schneiders am Wenzelsplatz

Die Schneiders aus Dresden reisen mit zwei Kindern nach Prag. Am ersten Tag gehen sie in ein Café am Wenzelsplatz. Bezahlt wird in Euro – schließlich war das am Eingang beworben. Die Rechnung: 28 Euro. Auf der Quittung steht später ein umgerechneter Kurs, der rund 12 % schlechter ist als der Tageskurs. Das Rückgeld gibt es in Kronen.

Lektion für Reisende: Euro-Zahlungen in Touristengebieten wirken bequem, sind aber oft teurer als Bargeld in CZK. Wer das vermeiden möchte, sollte sich frühzeitig Kronen am Bankautomaten besorgen.


Fallbeispiel: Jana und der ungünstige Geldwechsel

Jana, eine Studentin aus München, besucht Prag übers Wochenende. Direkt nach der Ankunft am Hauptbahnhof wechselt sie spontan 200 Euro in einer kleinen Wechselstube. Erst später merkt sie, dass der Kurs extrem schlecht war. Zum Glück behält sie die Quittung.

Am nächsten Morgen geht sie zurück und verlangt die Rückabwicklung. Tatsächlich erhält sie den vollen Betrag zurück – denn das tschechische Gesetz gibt ihr ein dreistündiges Rücktrittsrecht.

Lektion für Reisende: Immer Quittungen aufbewahren. Wer falsch gewechselt hat, kann sein Geld zurückholen – wenn er rechtzeitig reagiert.


Mein Fazit: So zahlst Du am besten in Prag

  • Euro nur als Notlösung. Für den Alltag brauchst Du Kronen.
  • Am besten: Bargeld am Automaten ziehen und bei der Abfrage „in CZK“ bestätigen.
  • Kartenzahlung funktioniert fast überall, vor allem mit Visa und Mastercard.
  • Mobile Payment ist eine bequeme Ergänzung, aber kein Ersatz für Bargeld.

Meine Empfehlung: Hab immer eine Mischung dabei – ein kleiner Betrag in bar (z. B. 1.000 CZK für Tickets, Snacks, Trinkgelder), dazu Deine Karte und Dein Handy mit Mobile Wallet. So bist Du auf alle Situationen vorbereitet – ob beim Museumsbesuch im Regen oder beim spontanen Abendessen in der Altstadt.

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